Gutes Jahresergebnis, erneute Rekord-Investitionen
Maik Render (Sprecher des Vorstands) und Magdalena Weigel (Vorstand) haben beim Jahrespressegespräch der N‑ERGIE Aktiengesellschaft am Dienstag, 21. April 2026, auf ein gutes Geschäftsjahr 2025 zurückgeblickt.
Das Vorstandsduo präsentierte ein abermals gutes Jahresergebnis und gab einen Ausblick auf die herausfordernden anstehenden Aufgaben.
Erlösrückgang als Folge von normalisierten Energiemärkten
Nachdem die Vorjahre teilweise von erheblichen Marktverwerfungen gekennzeichnet waren, normalisierten sich die Energiemärkte 2025 zusehends. Durch die rückläufigen Marktpreise ging der Umsatz erwartungsgemäß zurück. Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EGT) lag bei 161,0 Mio. Euro. Ausschlaggebend für dieses dennoch positive Ergebnis waren erfolgreich genutzte Marktchancen in zahlreichen Bereichen – insbesondere ein sehr guter Beitrag aus dem deutschlandweiten Großkundengeschäft.
An ihre kommunalen Anteilseigner führt die N‑ERGIE insgesamt 99,9 Mio. Euro ab: 74,7 Mio. Euro schüttet die N‑ERGIE an die Städtische Werke Nürnberg GmbH aus. Die ebenfalls kommunal strukturierte Thüga Aktiengesellschaft erhält eine Ausgleichszahlung in Höhe von 25,2 Mio. Euro.
Erheblicher Finanzierungsbedarf durch Zukunftsinvestitionen
55,5 Mio. Euro des 2025 erwirtschafteten Ergebnisses verbleiben im Unternehmen. Die thesaurierten Mittel verbessern die Eigenkapitalquote auf solide 27,4 Prozent – eine wichtige Grundlage für die stetig steigenden Investitionen des Unternehmens, die eine erhebliche Aufnahme von Fremdkapital erfordern.
2025 erzielte die N‑ERGIE mit erstmals über 300 Mio. Euro einen erneuten Rekord bei den Investitionen in Sachanlagen. Der Anstieg um weitere 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr war vor allem auf Ausgaben in zwei strategischen Handlungsfeldern zurückzuführen: einerseits den Ausbau des Stromnetzes in der Region, andererseits die Umsetzung der Wärmewende in der Stadt Nürnberg. Bereits jetzt zeichnet sich deutlich ab, dass der Investitionsbedarf für neue Umspannwerke, die Verstärkung von Leitungen, den Ausbau des Fernwärmenetzes sowie die zunehmend CO2-neutrale Erzeugung der Fernwärme in den kommenden Jahren noch deutlich ansteigen wird.
Erfolgsfaktor Flexibilität: in sämtlichen Geschäftsbereichen
Maik Render erklärte beim Jahrespressegespräch, dass sich Flexibilisierung in sämtlichen Geschäftsbereichen der N‑ERGIE zum entscheidenden Erfolgsfaktor entwickle: „Die Energiewirtschaft verändert sich gerade rasend schnell. Wir stellen uns dem Wandel und verfolgen in allen Geschäftsbereichen konkrete Projekte, um uns möglichst flexibel aufzustellen. Mit überarbeiteten IT-Systemen und Digitalisierung in sämtlichen Prozessketten schaffen wir die Voraussetzung für neue flexible Produkte, mit denen wir punkten wollen. Statt auf den Absatz möglichst großer Mengen konzentrieren wir uns auf echte Mehrwerte für unsere Kundinnen und Kunden. In Nürnberg-Sandreuth installieren wir neben dem innovativen Wärmespeicher mit dem Kraftwerksspeicher eine zusätzliche Lösung, um künftig auch den Strom aus der KWK-Produktion vor Ort zwischenzuspeichern und den Betrieb unseres Heizkraftwerks noch flexibler gestalten zu können.“
Magdalena Weigel unterstrich nochmals den Stellenwert von Flexibilität im Konzern. Die erfolgreiche Personalstrategie unterstütze die Transformation: „Wir bekennen uns zu einer Energiewende, deren Gelingen von einem starken, intelligent gesteuerten Stromnetz abhängt. Neben Leitungen und Anlagen bauen wir auch die digitale Infrastruktur aus, unter anderem mit dem Smart-Meter-Rollout. Mit flexiblen Netzanschlussvereinbarungen und einem Pilotprojekt für den bayernweit größten netzdienlichen Batteriespeicher gehen wir zielstrebig voran. Eine erfolgreiche Transformation setzt Menschen voraus, die diese gestalten und vorantreiben. Tagtäglich beweisen unsere Teams aus neuen und erfahrenen Experten, dass sie diese Aufgabe mit Herzblut und Expertise erfolgreich erfüllen.“
Aktuell sind rund 2.700 Mitarbeitende im Konzern beschäftigt.